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Gute Arbeit für Alleinerziehende
 
Schwerpunktthemen

Im Laufe der Programmbegleitung wurden verschiedene Schwerpunktthemen aufgegriffen. Entstanden sind Arbeitshilfen, die Sie in unserem Download-Bereich unter "Materialien aus der Programmbegleitung" finden. Erste Einblicke in die Schwerpunkte finden Sie in dieser Rubrik.

Schwerpunktthema: Good Practice – Transfer von Ansätzen, Wissen und Erfahrungen aus der Projektarbeit

Ideenwettbewerbe, wie „Gute Arbeit für Alleinerziehende“, sollen neue Ansätze zur Lösung identifizierter Problemlagen erproben. Gegen Ende der Programmlaufzeit steht dann vor allem der Transfer der erprobten Ansätze sowie der gesammelten Erfahrungen im Mittelpunkt. Es stellen sich also zwei grundlegende Fragen:

I. Was bleibt von den geförderten Projekten?
II. Was können andere Akteure aus den Projekterfahrungen lernen?

Spätestens mit Ablauf des ESF-Ideenwettbewerbs Ende des letzten Jahres stehen die Projektträger vor der Aufgabe, die guten Ansätze weiterzuführen und zu tragen, um Alleinerziehende auch in Zukunft bei ihrer Integration in Arbeit zu unterstützen. Hierzu können sowohl konkrete Projektansätze als auch Wissen und Erfahrungen aus der Projektarbeit transferiert werden. Transfer kann dabei auf verschiedene Arten stattfinden: Die einzelnen Projekte können erstens in andere Finanzierungswege überführt und so weiterhin angeboten werden; besonders Projekte, die erfolgreich in die Regelförderung nach dem SGB II in Verbindung mit dem SGB III überführt werden konnten, sind gute Beispiele für Maßnahmen zur Unterstützung Alleinerziehender auch an anderen Standorten. Diese Beispiele sollen Anregung sein für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Agenturen für Arbeit, Jobcentern und kommunalen Verwaltungen. Zweitens verbreiten die Projekte auf unterschiedlichsten Kanälen ihre Erfahrungen in der Integrationsarbeit mit Alleinerziehenden. So wurden Schulungen und Leitfäden entwickelt sowie Informationsveranstaltungen durchgeführt und dokumentiert. Viele dieser Materialien und Angebote können auch weiterhin genutzt werden, um aus diesen Erfahrungen zu lernen und eigene Angebote zu entwickeln oder zu verbessern.

Schließlich zeigte sich im Verlauf des Ideenwettbewerbs, dass die Zielgruppe der Alleinerziehenden zunehmend stärker ins öffentliche Bewusstsein rückte. Dies schlägt sich unter anderem in weiteren Angeboten nieder, die an den Projektstandorten initiiert wurden oder werden. Auch diese Angebote können Anregung geben, wie die Unterstützung Alleinerziehender lokal gestaltet sein kann.

Die Arbeitshilfe fasst all diese guten Ansätze zusammen. Wir möchten den Leserinnen und Lesern damit aufzeigen, wo sie ansetzen können, wenn sie Alleinerziehende bei ihrer Integration in den Arbeitsmarkt zielgruppengerecht unterstützen möchten.

Hier finden Sie die Arbeitshilfe Good Practice – Transfer von Ansätzen, Wissen und Erfahrungen aus der Projektarbeit.

Schwerpunktthema: Einzelfallarbeit und Kooperationen

Alleinerziehende weisen nach den Erfahrungen der Programmbegleitung einige Besonderheiten auf, denen es im Integrationsprozess zu begegnen gilt. Die Herausforderungen der Zielgruppe sind vielfältig und heterogen. Um sie erfolgreich zu überwinden, bedarf es daher vielfach einer Kooperation mehrerer Institutionen.

Die vorliegende Arbeitshilfe greift die besonderen Herausforderungen der Zielgruppe auf, beschreibt mögliche Handlungsalternativen in verschiedenen Phasen des Integrationsprozesses und gibt Anregungen zum Vorgehen beim Auf- und Ausbau von Kooperationen mit relevanten Kooperationspartnern. Sie richtet sich in erster Linie an Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte aus Jobcentern und Arbeitsagenturen. Daneben richtet sich die Arbeitshilfe an Mitarbeiter/-innen der Arbeitsverwaltung, welche auf übergeordneter Ebene für den Auf- und Ausbau sowie die Pflege von Kooperationen zuständig sind, die sich insbesondere auf die Unterstützung von Alleinerziehenden beziehen. Dies können z.B. Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt sein.

Die Arbeitshilfe soll als Informationsquelle dienen. Es gibt allgemeine Anregungen, welche jedoch auf die individuellen Bedarfe von Alleinerziehenden und auf die regionalen Rahmenbedingungen vor Ort angepasst werden müssen.Inhaltlich orientiert sie sich zum einen an den Erfahrungen aus der Programm- und Projektbegleitung des ESF-Ideenwettbewerbs „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ sowie zum anderen an den Erkenntnissen aus den Regionalkonferenzen zum Ideenwettbewerb, bei welchen sich umsetzende Träger und Vertreterinnen und Vertreter von Jobcentern zur zielgruppenspezifischen Integrationsarbeit mit Alleinerziehenden austauschen konnten.

Hier finden Sie die Arbeitshilfe Einzelarbeit und Kooperationen.

Schwerpunktthema: Familienfreundliche Personalpolitik

Eine gute Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben wird zwar von vielen Berufstätigen angestrebt, jedoch ist diese ausgeglichene Work-Life-Balance keine Selbstverständlichkeit. Familiäre Aufgaben wie Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen mit beruflichen Verpflichtungen zu vereinbaren, stellt viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Herausforderungen.

Eine familienfreundliche Personalpolitik kann dazu beitragen, diese Schwierigkeiten abzubauen und damit nicht nur Eltern zu entlasten, sondern eine bessere Work-Life-Balance für alle Beschäftigten zu erzielen. Um Eltern den Einstieg oder die Rückkehr in eine Berufstätigkeit zu ermöglichen, ist eine „familienfreundliche“ Unterstützung durch die Arbeitgeber notwendig. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass Unternehmen die Potenziale der Vereinbarkeit von beruflicher Integration, Familie und insbesondere Kindererziehung erkennen.

Unsere Arbeitshilfe richtet sich in erster Linie an diejenigen, die in der Arbeitskräftevermittlung und Arbeitgeberansprache aktiv sind und sich für eine nachhaltige berufliche Integration von Eltern im Allgemeinen sowie Alleinerziehenden im Speziellen einsetzen. Es soll Ihnen in erster Linie als Informationsquelle und Argumentationsgrundlage dienen, um Unternehmen für die Potenziale einer familienfreundlichen Personalpolitik sowie für die spezifischen Lebenslagen von Eltern zu sensibilisieren.

Inhaltlich orientiert sich die Arbeitshilfe zum einen an den Erfahrungen aus der bisherigen Programm- und Projektbegleitung des ESF-Ideenwettbewerbs „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ sowie an den Erkenntnissen aus den Regionalkonferenzen des Ideenwettbewerbs. Zum anderen greift es auf eine Reihe relevanter wissenschaftlicher Studien zurück. Sie erhalten Einblick in einige der zentralen Bausteine einer familienfreundlichen Personalpolitik sowie in konkrete Umsetzungsmöglichkeiten. Zudem stellen wir Ihnen Akteure und Strategien vor, die Sie bei der gezielten Ansprache von Unternehmen unterstützen können. Am Ende der Arbeitshilfe finden Sie weitere wertvolle Hinweise und Informationen rund um die Bereiche Familienfreundlichkeit, Vorteilsübersetzung und relevante Akteure.

Hier finden Sie die Arbeitshilfe Familienfreundliche Personalpolitik.

Schwerpunktthema: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit kommuniziert auf möglichst vielen verschiedenen Ebenen mit relevanten Akteuren über Ihr Projekt und Ihr Konzept. Der englische Begriff „Public Relations“ (öffentliche Beziehungen) beschreibt diese Funktion am treffendsten.

In diesem Sinne ist Öffentlichkeitsarbeit „Beziehungsarbeit“ zu möglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, zu Kooperationspartnerinnen und -partnern, zu Akteuren aus Politik und Verwaltung, zu weiteren Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, wie auch zu den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Es ist wichtig, vielfältige Maßnahmen zu nutzen, um sowohl die Ziele Ihres Projektes, als auch die Inhalte deutlich zu machen und Interesse zu wecken. Eine strategische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt Sie als Projektträger darin, mit den verschiedenen Zielgruppen in Kontakt zu treten, sie zu informieren und den Kontakt weiter auszubauen. Ziel sollte sein, dass Sie ein konsistentes Bild in der Öffentlichkeit über das Projekt und über Ihre Einrichtung vermitteln und fördern können. Ein weiteres Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist der Ausbau des Bekanntheitsgrads Ihres Projektes.

Grundlegend muss gute Pressearbeit zwei wichtige Aspekte beachten. Zum einen sollten Sie gezielt auswählen, an welche Medienvertreterinnen und –vertreter Sie sich mit Ihrem Anliegen wenden. Dafür gilt es, einen aktuellen und gut handhabbaren Presseverteiler anzulegen. Zum anderen sollten sie Ihr Anliegen so verpacken, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Redaktion die Information ohne viel Mühe platzieren können. Wenn Sie bei der Gestaltung Ihrer Pressemitteilung einige Standards beachten, können Sie die Chancen einer Veröffentlichung erhöhen.

Hier finden Sie die Arbeitshilfe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Schwerpunktthema: Veranstaltungsmanagement

Die Zielsetzungen von Veranstaltungen sind ebenso vielfältig wie ihre Bezeichnungen und Formate. Ob Konferenz, Tagung oder Messe – Sie können Ihre Veranstaltungen u. a. für die reine Informationsvermittlung, den Austausch von Erfahrungen, die Erarbeitung und Diskussion von Ergebnissen sowie die Netzwerkarbeit und selbstverständlich auch für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Ungeachtet des übergreifenden Formats können Elemente wie z. B. Vorträge im Plenum, interaktive Phasen in Kleingruppen oder Informationsstände kombiniert werden. Trotz der Vielfalt von Inhalt, Format und Methodik einer Veranstaltung besteht bezüglich der Planung, Organisation und Durchführung eine stets vergleichbare Vorgehensweise. Bestimmte Fragen sollten immer beantwortet sein und bestimmte Organisationsschritte immer aufeinanderfolgen.

Gutes Veranstaltungsmanagement gliedert sich in zwei Phasen: Die Konzeption umfasst vor allem die Bestimmung der Zielsetzungen, Inhalte und Methoden, während die Organisation die Umsetzung des Veranstaltungskonzepts betrifft. Bevor also mit der Organisation der Veranstaltung begonnen werden kann, sollten gewisse strategische und konzeptionelle Schritte festgelegt sein.

Analog unterteilen sich die Erläuterungen in der Arbeitshilfe in die Konzeption und Organisation einer Veranstaltung. Vorgehensweisen und Elemente des Veranstaltungsmanagements werden hier allgemeingültig dargestellt, Vorlagen und Beispiele an den entsprechenden Stellen angeführt und die wichtigsten Schritte in Merkkästen zusammengefasst.

Die Arbeitshilfe unterstützt Sie in der Planung, Durchführung und Nachbereitung Ihrer Veranstaltung. Neben wertvollen Tipps zur Veranstaltungsorganisation, finden Sie einen Überblick über verschiedene Veranstaltungsformate und –methoden.

Hier finden Sie die Arbeitshilfe Veranstaltungsmanagement.

Schwerpunktthema: Unternehmensansprache

Ziel der Projekte im Programm „Gute Arbeit für Alleinerziehende” ist die dauerhafte Integration Alleinerziehender in Arbeit und damit ihre Unabhängigkeit von staatlichen Leistungen. Zu diesem Zweck ist es möglich bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern anzusetzen (Motivierung, Qualifizierung, Stabilisierung); gleichsam muss aber auch die Nachfrage seitens der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Blick behalten werden. Denn eine Zielerreichung ist nur gemeinsam mit Unternehmen möglich, die sich dafür öffnen, Alleinerziehende einzustellen.

Potentielle Arbeitgeber müssen in erster Linie zum wirtschaftlichen Vorteil Ihres Unternehmens handeln. Daraus ergeben sich oftmals spezifische Vorbehalte gegenüber möglichen Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern die alleinerziehend sind. Eine im Rahmen Ihres Projektes gut vorbereitete Unternehmensansprache, sollte sich gezielt an die passenden Branchen und Ebenen richten, auf deren Vorbehalte eingehen und diesbezüglich überzeugende Gegenargumente liefern. Sie, stellt damit einen wichtigen Grundstein für die erfolgreiche Integration vieler Alleinerziehender in den Arbeitsmarkt dar.

Die Ansprache von Unternehmen ist ein wichtiges Thema für Sie und Ihre Projekte. Dies wissen wir aus den Gesprächen vor Ort und Ihren Anfragen an der Service-Hotline. Auch bei der bundesweiten Veranstaltung wurde das Thema durch die Eichenbaum GmbH aus Gotha in einem Vortrag aufgegriffen. Andere Projektträger haben ebenfalls bereits sehr gute Ansätze und Ideen entwickelt, wie die erfolgreiche Einbindung von Unternehmen gestaltet werden kann.

Unsere Arbeitshilfe fasst all diese Aspekte zusammen, geht damit einerseits auf gängige Schwierigkeiten und Vorbehalte ein, stellt diesen aber andererseits auch Argumente und Ansätze gegenüber, wie diesen begegnet werden kann. Zudem finden Sie dort eine Auflistung von Dokumenten und Internetseiten, auf denen Sie weitere Informationen zum Thema finden.

Hier finden Sie die Arbeitshilfe Unternehmensansprache.

Schwerpunktthema: Zielsteuerung

Zielsteuerung ist eine Management-Methode, die von einem zu erreichenden Ziel ausgeht, um entsprechende Aktivitäten zu definieren, anstatt von den eingesetzten Mitteln (Ressourcen) auf das Ergebnis zu schließen. Das bedeutet, dass dem verantwortlichen Akteur nicht vorgegeben wird, wie er zum gewünschten Ziel kommen soll, sondern er entscheidet, mit welchen Mitteln man am besten zum Ergebnis kommt. Um den Erfolg einer Handlung zu überprüfen, müssen Indikatoren entwickelt werden, die sichtbar machen, wie nahe man dem erreichten Ziel kommt.

Als Akteur im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ haben Sie sich zum Ziel gesetzt, Alleinerziehende bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Dafür setzen Sie eine Reihe von Maßnahmen und Aktivitäten um, wie etwa Beratungsangebote und Qualifizierungskurse. Der Einsatz der Zielsteuerung erlaubt Ihnen:

  • Ihr Projekt kontinuierlich im Hinblick auf die gesetzten Ziele zu planen, zu konzipieren und die dafür am besten geeigneten Aktivitäten zu identifizieren
  • Teilziele aufzustellen und messbar zu machen
  • Fortschritte zu dokumentieren und Wirkungen sichtbar zu machen
  • rechtzeitig gegenzusteuern, wenn Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg erbringen
  • den Arbeitsprozess mit Kollegen und Kooperationspartnern zu reflektieren
  • gute, das heißt zielführende Ansätze in den Regelbetrieb zu übertragen

Nicht zuletzt kann Ihnen eine indikatorenbasierte, nachvollziehbare Dokumentation und Präsentation der Ergebnisse der Projektarbeit dabei helfen, Erfolge gegenüber Förderern, Sponsoren und Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hat die Programmbegleitung des Ideenwettbewerbs - Rambøll Management Consulting - eine Handreichung erstellt, die Ihnen die Vorteile der Anwendung der Zielsteuerung an Beispielen verdeutlicht. Gleichzeitig zeigt Ihnen die Handreichung auf, wie Sie diesen Ansatz für Ihre Projektarbeit nutzbar machen können. Sie enthält darüber hinaus eine Zusammenstellung geeigneter Indikatoren für den Einsatz in der Praxis.

Hier finden Sie die Arbeitshilfe Zielsteuerung.