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Praxisbeispiel: Praxistage „Handwerkliche Tätigkeiten“

Gleich, welchen Datensatz man einer Analyse der Erwerbseinkommen zu Grunde legt, das Einkommen von Frauen liegt in Deutschland bei ungefähr gleicher Arbeitszeit zumeist 20 Prozent unter dem von Männern. Hinzu kommt, dass überproportional viele Berufsfelder, in den Frauen tätig sind, in den letzten Jahren von versicherungspflichtigen Beschäftigungen in geringfügige Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt wurden. Besonders für alleinerziehende Frauen bedeutet dies oft eine langjährige Abhängigkeit von öffentlichen Transferleistungen.

Viele der gut bezahlten Berufe finden sich in den produktiven und handwerklichen Arbeitsbereichen. Daher hat das Projekt „passt“ des LEB Bildungszentrums Nordhorn Thementage ins Leben gerufen, an denen Teilnehmenden des Projekts Berufsfelder kennenlernen können, die sich nicht mit klassischen Rollenbildern decken und bei vielen Teilnehmerinnen bislang noch nicht zur Diskussion standen.

Um neue Denkanstöße zu vermitteln und Perspektiven zu bereits bekannten Berufsfeldern zu ermöglichen, wurden neben bestehenden Qualifizierungsangeboten zusätzlich zwei wöchentliche Projekttage über jeweils vier Wochen angeboten. In diesem Zeitraum lernten die Teilnehmenden jeweils ein Berufsfelds mit den dazugehör¬en¬den Tätigkeitsbereichen kennen. Besonders spannend war hierbei die Möglichkeit, den praktischen Umgang mit Materialien zu erlernen. Teilnehmende konnten zum Beispiel kleinere Einrichtungsgegenstände aus Holz erarbeiten. Auch eine Auseinandersetzung mit beruflichen Chancen, den in der Region ansässigen Betrieben und eine Betriebsbesichtigung vor Ort wurden je nach Themenbereich angeboten. Bei Interesse konnten die Teilnehmenden darüber hinaus ein betriebliches Praktikum absolvieren.

Bislang wurden folgende Themen mittels Projekttagen bei „passt“ angesprochen: Holz, Hauswirtschaft, Medien, Maler/-in und Lackierer/-in, Elektrik und Metall. Die Erfahrung mit Säge, Hammer, Hobel und Nägeln umgehen zu können, hat bei vielen Teilnehmenden Interesse an handwerklichen Tätigkeiten geweckt.

Hier finden Sie das Profil des Projekts „passt".

Kurzdiskussionsbeitrag: Veränderung der Lebens- und Betreuungsstruktur

Um Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen adäquaten Zugang zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten zu ermöglichen, bieten viele Projekte des ESF-Ideenwettbewerbs „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ Formate in Teilzeit bzw. mit einer flexiblen zeitlichen Gestaltung an. Somit soll es Alleinerziehenden ermöglicht werden, ihre gewohnten Lebens- und Betreuungsstrukturen an neuen Anforderungen anzupassen.

Unser aktueller Kurzdiskussionsbeitrag „Veränderung der Lebens- und Betreuungsstruktur“ stellt in diesem Zusammenhang weitere in den Projekten erarbeitete Ansätze vor, die es Teilnehmerinnen und Teilnehmern erlauben, ihren Tagesablauf schrittweise umzugestalten.

NEU erschienen: Achter Familienbericht – „Zeit für Familie“

Am 14.März beschloss das Bundeskabinett den achten Familienbericht und setzt damit den Schwerpunkt auf Familienzeitpolitik als eigenes Politikfeld. Auf Grundlage der Empfehlungen der interdisziplinär zusammengesetzten Sachverständigenkommission rücken die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die gerade für Alleinerziehende oft sehr groß sind, zunehmend in den Fokus der Familienpolitik. Mit einer Familienzeitpolitik will die Bundesregierung die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, damit sowohl Vereinbarkeit als auch Balance zwischen Berufs- und Familienleben besser gelingen kann. So soll zum Beispiel die Elternzeit flexibler gestaltet werden können, ein Anspruch auf Großelternzeit weiterentwickelt werden, ein Konzept für haushaltsnahe familienunterstützende Dienstleistungen erarbeitet werden, Angebote für eine kommunale Zeitpolitik entwickelt werden und an dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter 3 Jahren festgehalten werden. Unterstützen würden diese Maßnahmen auch Alleinerziehende, die häufig besonders großen Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gegenüberstehen.

In unserem Download-Bereich können Sie den Bericht der Sachverständigenkommission aufrufen. Weitere Informationen sowie die Stellungnahme der Bundesregierung finden Sie unter http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=185012.html.

NEU erschienen: Gesamtwirtschaftliche Effekte einer Ganztagsbetreuung von Kindern von Alleinerziehenden

Im Auftrag der Bundesregierung hat das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln die gesamtwirtschaftlichen Effekte einer Ganztagsbetreuung von Kindern von Alleinerziehenden untersucht. Die Studie unterstreicht, dass eine externe Kinderbetreuung nicht nur Alleinerziehenden eine Erwerbsbeteiligung ermöglichen kann, sondern auch das Wohl des Kindes positiv beeinflusst.

Sie finden die Publikation in unserem Download-Bereich.

Praxisbeispiel: Wie Vereinbarkeit gelingen kann

„Was brauchen gerade Alleinerziehende für den Wiedereinstieg und Verbleib im Berufsleben?“ Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat das Projekt „ANIA-Alleinerziehende Nachhaltig In Arbeit bringen“ interessierte Unternehmen aus dem Bezirk Lichtenberg zu einer Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussion eingeladen.

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer debattierten gemeinsam mit Projektvertreterinnen sowie bereits für die Zielgruppe sensibilisierten Arbeitgebern über die Gestaltung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen. Auch Input-Referate und Präsentationen rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf informierten interessierte Unternehmen über bereits erarbeitete Ansätze und gute Beispiele aus der Praxis.

In unserem Download-Bereich finden Sie eine ausführliche Veranstaltungsdokumentation.

Praxisbeispiel: Musikvideo „Bis alles gut ist“

Das Projekt Balance des Vereins Generationen gehen gemeinsam (G3) aus Finsterwalde hat gemeinsam mit den lokalen Künstlern Martin Kalz alias Pseiko und Sebastian Klar das Thema „Alleinerziehende“ musikalisch aufgearbeitet.

Entstanden ist das Musikvideo „Bis alles gut ist“. Während sich Martin Kalz in seinem Text verbal mit der Thematik auseinandersetzt, hat Sebastian Klar diese Worte in Bilder gefasst: Zusammen mit Teilnehmerinnen des Projekts Balance drehte das Team ein Video zum Rap, das auf der Abschlussveranstaltung des Projekts im Februar zum ersten Mal präsentiert wurde.

Regionalkonferenzen „Gute Arbeit für Alleinerziehende“

Rollup roter teppichUnter dem Motto „Gemeinsam Perspektiven schaffen“ hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Februar 2012 Vertreterinnen und Vertreter der 77 Projektträger des ESF-Ideenwettbewerbs „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ sowie interessierte Jobcenter zu Regionalkonferenzen in Köln, Berlin und Aschaffenburg eingeladen.

Rund 9.000 Alleinerziehende konnten durch die Leistungen der 77 Modellprojekte allein von Oktober 2010 bis September 2011 bei der Aktivierung, Integration und Stabilisierung unterstützt werden. Einem Viertel aller teilnehmenden Mütter und Väter hat die bundesweite Initiative zu einer Beschäftigung verholfen. Jetzt sollen die Erfolgsfaktoren der erprobten Integrationsförderketten in die Regelförderung transferiert werden.

Die Regionalkonferenzen boten ein Forum, um erprobte Handlungsansätze und Betreuungs- und Integrationsstrategien der Projekte vorzustellen. Die 328 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren eingeladen, voneinander zu lernen und so den Transfer von Erfahrungen und Erkenntnissen der Programmumsetzung anzustoßen. Vertreterinnen und Vertreter der Projektträger und Jobcenter konnten in Arbeitsgruppen Herausforderungen und Erfahrungen in der Integrationsarbeit mit Alleinerziehenden diskutieren und sich zu Lösungsansätzen austauschen.

Die Projekte verfolgen unterschiedliche Projektaktivitäten. Arbeitgeber werden für familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und Personalpolitik sensibilisiert und Kinderbetreuungsangebote in Rand- und Ferienzeiten gesichert. Eine ganzheitliche und personell kontinuierliche Betreuung, die die spezielle Lebenssituation von Alleinerziehenden berücksichtigt, stärkt ebenso wie eine Kombination aus bewerber- und arbeitgeberorientierter Vermittlung die nachhaltige Integration von Alleinerziehenden in den Arbeitsmarkt. So kann das Arbeitskräftepotenzial der Alleinerziehenden genutzt und ihnen gleichzeitig die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eröffnet werden.

Weitere Informationen zum Handlungsschwerpunkt Alleinerziehende finden Sie auf dem Portal www.alleinerziehende-bmas.de.

Praxisbeispiel: AMOVISTA - Ein Film zum Projekt

Das Projekt AMOVISTA geht an die Öffentlichkeit – gemeinsam mit der Videoproduktion „Schöne Bunte Filme“ unter der Leitung von Kari Henning haben Projektmitarbeiterinnen und -arbeiter der bfz gGmbH einen Film erstellt.

Auf anschauliche Weise ermöglicht der Kurzfilm Einblicke in die Arbeit mit den Teilnehmerinnen und –teilnehmern: Der Zuschauer begleitet sie sowohl zu Weiterbildungen als auch zu individuellen Coachings und erhält schlussendlich einen Einblick in die betrieblichen Praktika der Alleinerziehenden.

Der Kurzfilm ist online verfügbar und kann auf der Website des Projekts aufgerufen werden.

NEU erschienen: Grundsatzerklärung der sechs Berliner „Gute Arbeit für Alleinerziehende“- Projekte

Welche Grundsätze müssen Alleinerziehende am Übergang ins Berufsleben, die Politik sowie die Wirtschaft befolgen, um alleinerziehende Mütter und Väter in den Arbeitsmarkt zu integrieren?

Die sechs Berliner Pilotprojekte des ESF Ideenwettbewerbs „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ haben zu dieser Fragestellung eine Grundsatzerklärung formuliert, die auf Ihren Erfahrungen aus der Praxis beruht. Sie finden dieses Dokument in unserem Download-Bereich.

Praxisbeispiel: Ich bin wieder da – Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Einblicke in das Projekt „Ich bin wieder da“ der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein im Kreis Plön können Sie in unserem Download-Bereich erhalten. Anhand von zwei Zeitungsartikeln können Sie die Grundzüge des Programms kennenlernen und sich über die Zusammenarbeit des Projekts mit dem Jobcenter informieren.

NEU erschienen: Fachkräfte für Deutschland - Perspektive 2025

Im vierten Quartal 2010 erreichte die Zahl der Erwerbstätigen den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Dem Arbeitsmarkt fehlt es jedoch an Fachkräften. Da gerade aber Personen mit abgeschlossenen Berufsausbildungen oder vergleichbaren Sekundärabschlüssen der Motor für Wachstum und Wohlstand sind, untersucht die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Studie "Fachkräfte für Deutschland - Perspektive 2025", welche Schritte gegangen werden müssen, um die Anzahl an Fachkräften zu sichern und zu steigern.

Sie finden diese Veröffentlichung in unserem Download-Bereich.

Die Sensibilisierung der Arbeitgeber auf unterschiedlichen Ebenen erhöht Vermittlungschancen für Alleinerziehende: Kurzdiskussionsbeitrag aus der Programmbegleitung

Eines der zentralen Anliegen im Rahmen der Programmbegleitung des Ideenwettbewerbs „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ ist die Suche nach zielgruppenspezifischen Erfolgsfaktoren in der Arbeit mit Alleinerziehenden. Vor allem im Rahmen der Besuche und Gespräche vor Ort konnten eine Reihe von erfolgversprechenden Ansätzen identifiziert werden. Der Fokus liegt hierbei auf innovativen Merkmalen, welche die geförderten Projekte von den allgemeinen Maßnahmen für SGB-II-Empfängerinnen und -Empfänger abheben.

Erste Erkenntnisse aus den bisherigen Analysen präsentieren wir Ihnen in einer Reihe von Kurzdiskussionsbeiträgen. Wir hoffen, Ihnen so die Möglichkeit zu bieten, von Erfahrungen anderer Projekte Anregungen und Hilfestellungen für Ihre tägliche Arbeit mit Alleinerziehenden zu gewinnen. Zentrale Handlungsfelder und gute Ansätze zu besonderen Merkmalen der Zielgruppe, tragfähigen Projektansätzen, zielführenden Aktivitäten sowie hilfreichen Kooperationen und flankierenden Unterstützungsangeboten werden thesengeleitet mit veranschaulichenden Praxisbeispielen vorgestellt.

Erste Ergebnisse unterstreichen, dass die Sensibilisierung der Arbeitgeberseite auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen muss, um Arbeitsplätze für Alleinerziehende zu erschließen und die individuellen Vermittlungschancen zu erhöhen. Job- oder Integrations-Coaches mit einer guten Vernetzung zu lokalen Arbeitgebern sind häufig der Motor hinter vergleichsweise hohen Integrationsquoten.

Unser neuster Kurzdiskussionsbeitrag erläutert diese Erkenntnis. Diese treffen sicherlich mal mehr, mal weniger auf Ihre spezifische Situation zu. Deshalb freuen wir uns auf Ihre weiteren Einschätzungen und Ansichten zu den einzelnen Thesen, so dass wir diese kontinuierlich weiterentwickeln können.Ihre Beiträge können Sie im Forum des Portals diskutieren.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in folgendem Artikel: „Neueinstellungen gelingen am besten über persönliche Kontakte“.

Handlungsschwerpunkt Alleinerziehende geht online
Monitoring

Vor kurzem wurde eine neue Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales eingerichtet. Die Seite www.alleinerziehende-bmas.de bildet ein Portal zum Handlungsschwerpunk Alleinerziehende. Mit dem Ziel „Lebens- und Arbeitsperspektiven für Alleinerziehende“ zu verbessern, werden z.B. unter Thema des Monats wichtige und aktuelle Informationen rund um den Themenschwerpunkt gebündelt und aufgearbeitet.

Auch über den Verlauf der zwei Bundesprogramme „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ und „Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende“ wird regelmäßig berichtet. So werden u.a. einzelne Projekte bzw. interessante Ansätze aus der Praxis vorgestellt.

Zurzeit findet sich dort unter Aktuelles auch ein Text zum aktuellen Stand der Projekte „Gute Arbeit für Alleinerziehende“.

Zudem sind alle Projekte der beiden Bundesprogramme in einer digitalen Standortkarte zusammengeführt. Durch einen Klick auf den jeweiligen Standort werden zusätzliche Informationen zu Zielsetzungen und Zielgruppen der Projekte sowie Kontaktdaten angezeigt.

Informationen zum Wettbewerb
Ideenwettbewerb

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat im Frühjahr 2009 den Ideenwettbewerb "Gute Arbeit für Alleinerziehende" ins Leben gerufen. Mit 60 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und Mitteln des Bundes werden 77 Projekte in ganz Deutschland gefördert, die alleinerziehende Mütter und Väter, welche Leistungen nach dem SGB II erhalten, aktivieren, bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen und in Ihren Beschäftigungsverhältnissen stabilisieren.

Die geförderten Projekte erarbeiten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neue berufliche Alternativen, geben Ihnen die Möglichkeit Berufsfelder praktisch zu erproben und zeigen auf, welche weiteren Angebote für eine erfolgreichen (Wieder-)einstieg in den Arbeitsmarkt genutzt werden können. Dabei sind die vielfältigen Aktivitäten spezifisch auf die Bedürfnisse allein erziehender Mütter und Väter zugeschnitten, indem sie sich zum Beispiel durch eine hohe zeitliche Flexibilität auszeichnen oder Themen wie Kinderbetreuung und –erziehung immer wieder in den Mittelpunkt stellen. Mehr...

„Gute Arbeit für Alleinerziehende“ bei ESF – Meine Geschichte
Der ESF fördert verschiedene Projekte zur sozialen und arbeitmarktlichen Integration und Weiterentwicklung unterschiedlichster Zielgruppen. Unter www.esf-meine-geschichte.de erzählen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Erfahrungen mit diesen Projekten. Eine dieser Teilnehmerinnen ist die 24-jährige Julia, die im Rahmen eines GAfA-Projektes eine Teilzeitausbildung absolviert. Hier können Sie sich den Beitrag bei ESF – Meine Geschichte ansehen.

Gibt es in Ihrem Projekt Teilnehmerinnen oder Teilnehmer die ebenfalls ihre ESF-Geschichte erzählen möchten? Kommen Sie auf uns zu, wir leiten Ihre Anfragen gerne weiter.